CAJON JAZZ TRIO – Basler Zeitung – jan 2014

Warm und wirbelnd

Evaristo Pérez im Bird’s Eye

Den Jazz hat Evaristo Pérez als 15-Jähriger entdeckt, und was ihn dabei am meisten packte, war das Pulsieren des Sounds. In der Folge absolvierte der Genfer mit katalanischen Wurzeln und Jahrgang 1969 in seiner eimatstadt das Konservatorium. Und begann mit Musikern wie Paolo Fresu oder Fred Hersch zu arbeiten. Nicht zuletzt, um weiter lernen und an seinem eigenen Ausdruck feilen zu können.

Obschon Pérez Lieder schreibt, versteht er sich vor allem als Pianist und Bandleader und weniger als Komponist. Mit ein Grund, weshalb er auch auf Material des Great American Songbooks oder von Grössen wie Duke Ellington zurückgreift.

Pérez ist ein Verfechter der Trio-Formation. «Im Trio ist der Dialog zwischen Musikern einfach freundschaftlicher als im Quintett.»

Zusammen mit dem Bassisten Philippe Brassoud und Marta Themo an der peruanischen Kistentrommel Cajón kreiert Pérez einen Sound, der auf warme Farben setzt und
vorzugsweise wirbelt.

Die Band mag es, Einflüsse aus dem Flamenco in seine Songs einzubauen. Noch wichtiger ist den dreien allerdings das Improvisieren. Und dabei einen Klang zu formen, der zart ist und doch so strömt, dass er mitreisst.

Basler Zeitung, 15.01.2014 – mig

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